Ich schaue gern Filmklassiker. Gerade der Meister der Spannung, Alfred Hitchcock, zieht mich besonders an. Ich fragte mich immer, wie er diese ganz besondere, dramatische, nervenkitzlige Spannung in seine Filme bringen konnte. Und fand heraus, dass er in einem Punkt sehr akribisch, ja fast fanatisch war.

Ich erforschte sein Geheimnis, das auch du dir für dein Business, z.B. für Customer
bzw. User Experience auf deiner Webseite oder eigene Videodrehs zunutze machen kannst.

Grundlage eines jeden seiner Filme sind die Planung, ein Drehbuch und ein Storyboard gewesen. Das ist noch nichts Besonderes. Oder doch?

Naja, Hitchcock machte etwas anders als andere. Er legte besonders viel Wert auf das Storyboard. Er hat jede! Szene eines Films visuell ausgearbeitet, bevor die eigentliche Produktion startete. Für ihn war das Erstellen der Bilder wie bei anderen Regisseuren nicht nur die Vorbereitung, sondern der eigentliche Prozess des Filmemachens.

Was ist der Mehrwert dieser Visualisierung?


Er stolperte bei der Erstellung des Storyboards über Probleme in der Geschichte, über die er möglicherweise noch nicht nachgedacht hatte. Außerdem wuchsen damit Vorstellungskraft und Emotionen und der Spannungsbogen wurde sichtbar. Nicht nur für ihn, sondern für das gesamte Filmteam.

So half das Storyboard, Missverständnisse zu vermeiden und Zeit und Geld zu sparen. Und eben auch dabei, seine Filme großartig zu machen.

Mein Use-Case: „Storyboard“ für die eigene Webseite

Diese Idee habe ich schon öfter kopiert. Das erste Mal war 2017. Da hab ich ein Storyboard für meine Webseite erstellt.

  • Schritt 1: Mehrere DIN A4 Seiten im Hochformat aneinander kleben.
  • Schritt 2: Grob die inhaltlichen Blöcke abteilen
  • Schritt 3: Alle Bestandteile wie Textteile, Buttons, Fotos/ Illustrationen und Links etc. habe ich auf verschieden farbigen Post-its notiert bzw. grob inhaltlich skizziert.
  • Schritt 4: Danach habe ich die User Experience an dieser Stelle versucht nachzuempfinden:
    – Wie fühlt sich eine Leser:in sich wohl fühlt?
    – Was braucht er/sie an Info?
    – Was zu viel, zu wenig oder an der falschen Stelle war, wurde verschoben
    – Was wäre der nächste logische Schritt? Wo würde jemand jetzt gern klicken?
    – Wann ist welche Illustration sinnvoll, um meine Botschaft zu verdeutlichen und zu verstärken?
  • Schritt 5: User Test mit meiner Familie 😉 und meinem Web-Profi

Das hat für mich einfach großartig funktioniert und ist hoffentlich ein Gewinn für meine Seite.
Arrrrgggg! Eigentlich müsste ich das mal wieder machen, denn inzwischen habe ich ja wieder einiges geändert…

Gezeichnetes Storyboard
Storyboard close up gezeichnet

Use Case für einen Kunden


Ähnliches habe ich auch schon für die Webseite eines Kunden gemacht, die komplett überarbeitet werden soll. Und zwar ging es u.a. um die Bilder, die benötigt wurden.

Damit nicht irgendwer sinnfrei Bilder aus zeitraubenden Stockdateien heraussucht, die dann nicht wirken, habe ich zuvor ein Bilder-Storyboard erstellt. Darin war genau skizziert, wie das jeweilige Foto aussehen soll, an welcher Stelle eine Illustration oder ein Icon benötigt wird. Gerade für den Fotografen, der für ein Shooting engagiert wurde, war das eine große Hilfe und vermied für das Unternehmen unnütze Kosten. Der Webauftritt wurde nicht zuletzt dadurch professionell und konsistent. (Link zum Kunden)

Ein ähnlicher Begriff in diesem Zusammenhang ist das Moodboard. Das habe ich genutzt, um mein Corporate Design zu entwickeln. Wenn dich das auch interessiert, kommentiere es gern und ich schreibe dazu demnächst auch mal einen Blogartikel darüber.

Visualisierungen unterstützen Stories! Auch deine. Nutze die Superpower mit dem Stift! Ich helfe dir gerne dabei.


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